Bei Thomas Kellner war das Misstrauen in den eigenen Körper nach der Diagnose hoch.
Trotzdem habe ich, sagen wir mal so, das Vertrauen in die körperlichen, wie soll man sagen Gesundheit und die Regenerationsfähigkeit, das war ein ganzes Stück weit erst mal zerstört und eine gewisse Unsicherheit war schon da. Auch wenn ich wusste, die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor in einem Anfangsstadium sich über den ganzen Körper verteilt mit Metastasen, ist extrem gering. Da habe ich dann doch tatsächlich privat ein Ganzkörper-MRT bezahlt hinterher, weil ich einmal sicher sein wollte, dass nicht doch irgendwo was anderes ist und habe das quasi, weil es auch nicht leitlinienmäßig empfohlen ist, weil die Wahrscheinlichkeit extrem gering ist–. Aber ich muss sagen, das hat mich hinterher sehr beruhigt, als ich das gemacht habe und dann gesehen habe, okay, es ist eigentlich alles in Ordnung und das ist mit großer Wahrscheinlichkeit durch die OP behoben der Tumor. Aber es ist trotzdem schon so, dass man dann denkt okay, ich habe vorher eigentlich nie irgendwas gehabt, war nie krank, dass du dann anfängst zu zweifeln, auch anfängst, dich zu beobachten. Die Haut eignet sich ja auch wunderbar, um regelmäßig zu schauen: Gibt es irgendwelche seltenen Stellen? Und wenn irgendwas auf der Haut ist, schaue ich mir die heute sehr genau an und würde auch beim verdächtigen Hautfleck sehr frühzeitig zum Hautarzt gehen.
