Thomas Kellner kann sich vorstellen, dass die Hautkrebsdiagnose auch psychosomatische Hintergründe hat.
Na ja, es ist eine schwierige Geschichte, weil ich mich in dem Forschungsfeld auch auskenne. Und das Thema, Krebspersönlichkeit und psychosomatische Hintergründe ist ja über viele Jahrzehnte diskutiert worden. Und es gibt ja eher einen Konsens darüber, dass zwar Lebensstil, aber weniger Life-Events einen Einfluss haben. Für mich persönlich muss ich sagen, ist das in einer sehr stressigen Zeit aufgetreten. Also zum einen war die Corona-Phase und zum Zweiten habe ich dann eine berufliche Stresssituation erlebt, wo ich, muss ich sagen, ziemlich mitgenommen war. Und auch wenn ich jetzt sagen würde, rational würde ich das eine und das andere nicht in einen Kontext bringen wollen, hat es trotzdem dazu geführt, dass ich hinterher gesagt habe, Selbstfürsorge und mit sich selber gut umgehen und auf einen gesunden Lebensstil achten, aber auch Stress reduzieren und gucken, wie man da eigene Ressourcen aktivieren kann, ist auf jeden Fall die richtige Antwort. Ob das jetzt mit dem Tumor zusammenhängt oder nicht, weiß ich nicht. Aber auf emotionaler Ebene würde ich sagen, habe ich da eine Verbindung gesehen. Auf kognitiver Ebene bin ich eher skeptisch.
