Bei Thomas Kellner hat die Krankheit den Blick auf das Positive im Leben verstärkt.
Also ich würde sagen, ich bin nicht mehr in dem Zustand, wo ich mich im Wesentlichen für unverletzlich halte, sondern das ist schon eine Wunde, die man mit sich herumträgt und die einen daran erinnert, dass man sterblich, verwundbar, verletzbar ist und dass man eigentlich sorgsam mit sich selber, seinem Körper umgehen muss und dass man die Zeit, die man hat, die Lebenszeit auch nutzt und sinnvolle Dinge tut. Und das sind weniger berufliche Erfolge als soziale Beziehungen, Verbindungen, Dinge, die einem guttun, mit anderen Menschen zusammen sein. Und ich würde sagen, die Narbe ist eine ständige Erinnerung daran, dass das Leben wertvoll ist.
