Ute Pfeifer hat die Interferon-Therapie aufgrund der zu erwartenden Nebenwirkungen abgelehnt.

Weil es gab keine Chemotherapie, die hat man schon nicht mehr gemacht und die neuen Medikamente waren noch nicht zugelassen für mich. Und das einzige, was es gab, war Interferon. Das haben die mir empfohlen. Und dann habe ich ein Heft mitgekriegt und da habe ich dann gelesen und da steht wirklich offiziell oder Standard, man hat es ein, zwei Jahre später schon nicht mehr gemacht, das Interferon. Also da stand auch schon drin, dass es maximal 20 % Erfolgsquote hat. Und da stand dann, man muss sich das selber spritzen, „geben Sie sich die Spritzen abends, dann haben Sie die Fieberschübe nachts und können morgens arbeiten gehen.“ Und allein als ich das gelesen habe, habe ich gedacht: Wie stellen die sich das Leben vor? Und mit dieser Wunde. Und ich habe gedacht: sag mal, haben die Sie noch alle, oder? Also das steht da offiziell drin. Und dann stand drin ja, Nebenwirkungen zum Beispiel, „man kann Depressionen kriegen, aber es gibt ja heute ganz wunderbare Antidepressiva.“ Ich habe mit psychisch Kranken gearbeitet. Und dann habe ich das abgelehnt. Das stand auch sofort in der Patientenakte. "Lehnt das ab", das stand sofort drin.