Ute Pfeifer kam durch die Begleitung einer Freundin mit einem Hospiz in Berührung und findet es wichtig, eigene Entscheidungen zu treffen.
Auch wenn ich das noch sagen darf, ich habe mich mit– Ich habe Freundschaften entwickelt in [Krankenhaus 7], auch zu einer Freundin, die Brustkrebs hatte, die dort lange in Behandlung war und hier in der Nähe auf dem Land gelebt hat. Die habe ich begleitet, bis sie ins Hospiz kam, bis sie starb. Und der habe ich– Da gab es so ein Buch, wo man sich eintragen, da habe ich reingeschrieben: die hat es mir beigebracht, wie man lebt. Die hat ihre Lebensqualität sich so gut es ging erhalten bis zum Schluss. Und ich habe gelernt, wie man stirbt. In einem Hospiz sterben zu dürfen, ist ein Privileg und ich bin aber auch eine, die sich halt auch anguckt-. Ich gucke nicht weg, das muss man auch aushalten. Ich sage immer, damit konfrontiere ich halt die Leute auch, also ich würde nie jemanden überreden, der wegguckt, nicht weggucken, oder? Aber ich sage, mein Plan B war: ich bin bereit zu sterben. Das muss ich auch mit einkalkulieren. Aber ich gebe deswegen nicht alles auf. Ich suche trotzdem Hilfe. Aber ich will nicht in schlechter Lebensqualität dahinvegetieren, noch zehn Jahre. Dann lebe ich lieber nur noch zwei, aber in guter Lebensqualität. Das ist aber meine Entscheidung.
