Die Erfahrungen von Heike Sommer

Portrait Heike Sommer ist zum Zeitpunkt des Interviews 61 Jahre alt. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann und erhält Erwerbsminderungsrente. Im November 2018 wurde bei Heike Sommer im Alter von 55 Jahren ein noduläres malignes Melanom festgestellt, nachdem sie wegen eines dunklen Flecks am Unterschenkel einen Hautarzt aufsuchte. Auf eine Überweisung ins Tumorzentrum folgten weitere Untersuchungen. Wegen einer Satellitenmetastase erhielt Heike Sommer ab Beginn 2019 eine gezielte Immuntherapie. Diese wurde abgebrochen, da sich eine weitere Metastase bildete und die Ärzt*innen daraufhin eine Bestrahlung anordneten. Zusätzlich erfolgte eine Interferontherapie. Eine weitere Metastase in der Leistengegend wurde durch eine Virotherapie behandelt. Die Metastase wurde zunächst kleiner, doch da ein weiterer Therapieeffekt ausblieb, erfolgte erneut eine gezielte Immuntherapie und anschließend im Dezember 2023 eine erfolgreiche Operation. Zum Zeitpunkt des Interviews ist die Therapie abgeschlossen, Heike Sommer erlebte jedoch starke Nebenwirkungen infolge der Therapien, u. a. entwickelte sie eine Hypophysenlappeninsuffizienz. Heike Sommer hilft es heute sehr, dass sie durch die Frühberentung ihren Alltag frei gestalten kann und Pausen einlegen kann, wenn ihr Körper diese braucht.

Nachdem Heike Sommer im Sommer 2018 einen dunklen Fleck am Unterschenkel entdeckte, suchte sie im Herbst 2018 einen Hautarzt auf. Dieser entfernte den Fleck und anhand des Laborbefundes wurde ein noduläres malignes Melanom diagnostiziert. Heike Sommer ist zu diesem Zeitpunkt 55 Jahre alt und berufstätig. Die Überweisung an ein Tumorzentrum und die darauffolgenden Untersuchungen gingen für Heike Sommer mit großer Anstrengung einher, da sie inmitten von Beruf und Alltag viele Termine koordinieren musste. Hinzu kam die einschneidende Diagnose. Heike Sommer sagt, dass sie anfangs kaum begreifen konnte, was diese Diagnose für sie selbst und ihr Leben bedeuten würde. Das medizinische Personal im Tumorzentrum unterstützte Heike Sommer bei allen organisatorischen Belangen, wofür sie heute sehr dankbar ist.

Bei den Untersuchungen wurde Ende 2018 eine Satellitenmetastase festgestellt, sodass Heike Sommer zu Beginn des Jahres 2019 eine gezielte Immuntherapie startete. Eine weitere Metastase führte zur Unterbrechung dieser Immuntherapie, die durch Bestrahlung und eine Interferontherapie ersetzt wurde. Als eine weitere Metastase in der Leistengegend entdeckt wurde, startete eine Virotherapie. Da die Metastase nicht ausreichend schrumpfte, erfolgte eine Kombitherapie mit den Checkpoint-Inhibitoren Nivolumab und Ipilimumab, sodass die Metastase Ende 2023 operativ entfernt werden konnte. Nach Abschluss der Therapien war Heike Sommer mit diversen Nebenwirkungen konfrontiert. Neben generellen Erschöpfungssymptomen entwickelte sie eine Hypophysenlappeninsuffizienz sowie eine rheumatoide Arthritis, sodass sie heute auch endokrinologische und rheumatologische Versorgung benötigt. Diese Folgen der Erkrankung führten dazu, dass Heike Sommer ihrem beruflichen Alltag nicht mehr nachgehen konnte. Um ihre Energie für die Genesung einzusetzen, beantragte Heike Sommer daher eine Frühberentung, die sie nach einer anstrengenden Auseinandersetzung mit den bürokratischen Schritten erhielt.  

Heike Sommer sagt, dass sie sich im Tumorzentrum und beim medizinischen Personal gut aufgehoben und informiert fühlt. Sie ist dennoch auch selbst aktiv, indem sie viel über ihre Erkrankung liest und sich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen hat. Heike Sommer beschreibt den Austausch hier als sehr wertvoll und schätzt es, dass sich die Gruppenmitglieder gegenseitig Zuversicht spenden. Zusätzlich hat sie psychoonkologische Hilfe in Anspruch genommen, die sie als sehr hilfreich wahrnahm. Heike Sommer hat im Laufe der Erkrankung und aufgrund der Nebenwirkungen der Therapien gelernt, ihre eigenen Grenzen besser einzuordnen und sich selbst zu schützen. Beispielsweise sorgt sie durch Yoga und Walken für Auszeiten im Alltag. Seit ihrer Erwerbsminderungsberentung genießt Heike Sommer das Privileg, ihr Leben bewusst nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestalten zu können. Sie freut sich, Großmutter zu sein und Zeit mit der Familie zu verbringen. Trotz herausfordernder Phasen im Krankheitsverlauf blickt Heike Sommer der Zukunft mit Zuversicht entgegen und hat großes Vertrauen in die dermatologische Forschung.

Das Interview wurde im März 2025 geführt.


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