Thomas Kellner würde rückblickend mehr auf seine Ressourcen achten.
Weniger viel arbeiten. Also ich habe wahrscheinlich würde ich sagen, doch auch viele Jahre so ein bisschen über meine Kräfte gearbeitet. Das tun wir ja alle. Wir leben ja in einer kapitalistischen Gesellschaft und die Ideale, die man so hat, wenn man beruflich anfängt zu arbeiten, sind doch irgendwie, dass man da gut ist, dass man die Sachen toll hinbekommt, dass man erfolgreich ist. Und ich glaube, ich würde mehr auf meine Ressourcen gucken und auf meine sozialen Beziehungen und weniger viel arbeiten. Wobei auf der anderen Seite Beruf mir immer sehr viel Spaß gemacht hat und auch irgendwie eine tolle Phase war. Aber ich glaube, ich würde versuchen, das mehr in die Balance zu bekommen. Und ich würde mich, glaube ich auch weniger von Urteilen und Bewertungen anderer Menschen abhängig machen wollen. Also mehr zu schauen, was passt in meinem Alltagsleben eigentlich besser und wo fühle ich mich wohler und um mich in die Richtung eher orientieren wollen? Früher, ist ja auch klar, wenn du irgendwie 20 bist, dann willst du dein Studium gut schaffen. Wenn du 30 bist, willst du irgendwie in deinem Beruf ankommen und da kann man einfach viel Energie aufwenden. Und das gehört ja alles auch zu dieser biographischen Lebensphase dazu. Aber ich glaube, ich würde eher weniger Zeit und Mühe dafür aufwenden wollen und mehr Sachen machen, die mir im Leben und in den sozialen Beziehungen stehen als in beruflichen Themen, Schwierigkeiten, so.
