Bewegung, Entspannung, Meditation

Obgleich Sport für viele unserer Erzählenden nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt möglich war, fanden sie es sehr wichtig, körperlich weiterhin aktiv zu bleiben. Dazu gehört auch, für sich selbst herauszufinden, welche Bewegungsform zu einem passt und was trotz der Schmerzen möglich ist.

Thomas Lärcher beschreibt seinen Hund als wichtigen Motivator für Bewegung und frische Luft.

Der extreme Sport mit viel Körperkontakt hilft Julia Bode mit den Schmerzen besser umzugehen.

Bei Jennifer Pohl war es die Endometriose, die sie erstmals zum Sport antrieb.

Emily Diederichs wollte nicht einsehen, dass ihr die Endometriose ihr liebstes Hobby nimmt und kämpfte sich trotz Schmerzen zurück in den Fußball.

Maja Geissler ist enttäuscht, dass sie seit der OP so gut wie keinen Sport mehr machen kann und sich langsam rantasten muss.

Kerstin Meck großer Wunsch ist es nochmal einen Marathonlauf mitzumachen.

Die Mitte zwischen Bewegung und Ruhe zu halten, findet Lara Voigt oft schwierig.

Neben Sport spielten auch verschiedene Körpertherapien eine Rolle. Unsere Erzählenden berichteten öfters von Erfahrungen mit Yoga, also konzentrierten Übungen aus dem asiatischen Raum mit einem spirituellen Hintergrund, die z.B. in Form von Bewegungsfolgen, Haltungen und Atemübungen ausgeführt werden. Einige andere praktizierten Tai Chi Chuan oder Qi Gong, also Verfahren mit langsamen, fließenden Bewegungen, die aus den asiatischen Kampfkünsten entwickelt wurden und als förderlich für Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung gelten. Monika Roth machte eine Weile Yoga, fand es dann aber etwas starr und wechselte zu Qi Gong über.

Marion Zimmermann verspricht sich etwas davon,  Qi Gong auszuprobieren.

Für Nadine Thiel spielt der Zusammenhang von Bewegung und Atmung eine wichtige Rolle.

Monika Roth konnte an einer Studie teilnehmen, in der sie Körperübungen erlernte, um sich durchzubewegen.

Oft lernten unsere Erzählenden die asiatischen Körpertherapien und die Entspannungsverfahren erstmals in Reha-Kliniken kennen. Während diese meist nicht unmittelbar auf den Schmerz Einfluss nahmen, wurden sie von einigen als hilfreich für die Lebensqualität und als Stütze im Umgang mit dem Schmerz erlebt.

Ebenso wie die Bewegungstherapien, die auch dem Stressmanagement dienen sollten, lernten viele unserer Erzählenden vor allem während ihrer Klinikaufenthalte Entspannungsverfahren kennen (siehe „Psychologische Behandlung“). Einige fanden sie hilfreich, andere profitierten nicht davon oder waren der Meinung, dass sie in der Wirkung zu langsam seien und in akuten Schmerzattacken nicht helfen könnten.

Einige unserer Erzählenden entwickelten für sich aus ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit den Schmerzen ihre eigenen Entspannungsprogramme.

Christiane Wiedemann hat sich ein Set an Hilfsmitteln aufgebaut und weiß was sie braucht.

Clemens Hofmann hilft sich mit Musik, Entspannung und Ruhe, wenn es ihm nicht gut geht.

Auch Meditationspraxis wurde als hilfreich erwähnt. 

Monika Roth hilft die Achtsamkeitsmeditation, besser für sich zu sorgen.